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04.04.2009 - 19:00 Uhr "RUANDA: Die Kinder des Genozid" auf ARTE TV

Eine Reportage von Ivo Brandau und Markus Schmidt produziert von Marion Glaser. Zur Reportage...

(reportage en francais...)  

Heute liegt der Genozid in Ruanda 15 Jahre zurück. In drei Monaten verloren 800.000 Menschen ihr Leben. Bis heute kämpft das Land mit den Folgen.

Während des Mordens dienten den Tätern auch systematische Vergewaltigungen als Mittel zur Verbreitung von Angst und Schrecken. Schätzungen gehen von bis zu einer halben Million Opfern sexueller Gewalt aus. Die meisten überlebten den Völkermord nicht. Viele der überlebenden Opfer wurden schwanger. Der Peiniger der Mutter und Vater des Kindes ist oft auch der Mörder ihrer gesamten Familie. Neun Monate nach den Massakern kamen Tausende Kinder zur Welt, entstanden aus Vergewaltigungen. Die Kinder des Genozids sind heute 14 Jahre alt. Vierzehn Jahre, in denen ihre Mütter lernen mussten, die Vergangenheit als Teil der Familie zu akzeptieren.

Die deutsche Trauma-Therapeutin Kathrin Groninger arbeitet in Ruanda für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED). Sie leitet eine Gruppe zum Austausch von Müttern, die ein Vergewaltigungskind zur Welt gebracht haben.

Während des Forums ist der Spielfilm "Nuwo ni uwacu - Er ist einer von uns" zur Traumabewältigung entstanden, in dem die Mütter ihr tragisches Schicksal und das ihrer Kinder nachspielen. Zum Film (DED/ZFD-Produktion)...